1. Shotokan Karate Club Frankenthal

Shotokan Katas

 

Bei Kata handelt es sich um überlieferte übungsformen, in denen ein Kämpfer einer fest vorgegebenen Abfolge von Techniken und Schritten folgt und damit einen "imaginären" Kampf gegen einen oder mehrere Gegner führt.

Kampfkunst wurde immer mündlich und durch praktische Anleitung weitergegeben; oftmals im Geheimen. Daher fertigte man keinerlei schriftliche Aufzeichnungen an. Stattdessen entwickelte jeder Meister seine persönliche Kata, die die Essenz seiner Lehre darstellt und komprimierte. Diese lehrte er dann seine Schüler und diese gaben sie an die ihren weiter.

Die 26 Shotokan Katas im Überblick:

 

  1. Heian Shodan

    Heian Shodan oder auch Pinan Nidan (bestehend aus den Wortteilen Friede und anfängliche Stufe, bzw. zweite Stufe ist der Name einer Kata (eines stilisierten Kampfes gegen imaginäre Gegner) der japanischen Kampfkunst Karate, die die erste, bzw. in einigen Stilrichtungen zweite, einer Reihe von insgesamt fünf Kata namens Heian oder Pinan bildet.
  2. Heian Nidan

    Heian Nidan (Friede, zweite Stufe) ist eine Kata in der japanischen bzw. okinawanischen Kampfkunst Karate. Sie ist die zweite der Heian-Katas bzw. unter ihrem älteren Namen Pinan Shodan (anfängliche Stufe) die erste der Pinan-Reihe. Der Karateka erlernt sie direkt nach Heian Shodan (Pinan Nidan). Ursprünglich war diese Kata die erste der Reihe, Funakoshi Gichin änderte jedoch die Reihenfolge, weil sie im Vergleich zur Heian Shodan schwieriger zu erlernen ist. Die Heian Nidan ist verwandt mit der Bassai Dai.
  3. Heian Sandan

    Heian Sandan ist eine Kata im Shōtōkan (Karate), die von den Karateka direkt nach Heian Nidan gelernt wird. Ihr älterer Name, unter dem sie auch noch in einigen anderen Stilrichtungen geführt wird, ist Pinan Sandan. Sie besteht im Wesentlichen aus wechselnden Abwehrtechniken von der unteren (Gedan) bis zur mittleren (Chudan) Stufe.
  4. Heian Yondan

    Die Heian Yondan ist die vierte Kata der Heian-Gruppe im Shotokan-Karate. Der Karateka führt sie bei der Prüfung zum 5. Kyu (1. Violettgurt bzw. Blaugurt) vor. Ihr Ablauf ist durch eine große Dynamik gekennzeichnet, durch das Studium der doppelten Abwehrformen und den Gebrauch von Fußtechniken. Wahrscheinlich wurde sie aus der Kankû entwickelt. Sie besteht aus 27 Bewegungen, die in einer Zeit von ungefähr 50 Sekunden ausgeführt werden sollen.
  5. Heian Godan

    Heian Godan ist die fünfte und letzte Kata der Heian-Gruppe. Der Karateka führt sie bei der Prüfung zum 4. Kyu (2. Violettgurt bzw. Blaugurt) vor.
    In ihr vereinigen sich mehrere Grundprinzipien des Karate: Mizu nagare-gamae stellt ein bedeutendes Prinzip der Abwehrtechniken dar, wechselnde Abwehrformen zwischen Gedan, Jodan und Chudan, Ergreifen des gegnerischen Arms und Kontern, Kontertechnik mit Blickwechsel, Vermeiden eines Angriffs durch einen Sprung, Abwehren und Kontern (Tai-sabaki) mit Nagashi-Techniken, die klassische Kamaekata Manji-gamae und so weiter. Durch die Vielfalt der Techniken lehrt diese Kata bereits einen umfangreichen Kampfstil. Gleichzeitig stellt ihre Ausführung jedoch hohe Ansprüche an Rhythmus und Timing. Die Kata kombiniert abwechselnd schnell aufeinander folgende Bewegungen mit schnell ausgeführten Techniken. Sie besteht aus 25 Bewegungen und soll in einer Zeit von ungefähr 50 Sekunden ausgeführt werden.
  6. Tekki Shodan

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  7. Tekki-Nidan

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  8. Tekki-Sandan

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  9. Bassai-dai

    Bassai Dai (Passai, Patsai) ist der Name einer Karate-Kata. Sie gilt im Karate als eine der ältesten Kata. Bassai heißt übersetzt "die Mauer zerstören" oder "Erstürme die Festung". Dementsprechend kraftvoll soll auch die Kata vorgeführt werden. Sie lässt sich auf die okinawanischen Tōde-Katas zurückführen. Man geht davon aus, dass sie in ihrer Urform bereits im späten 13. Jahrhundert durch chinesische Meister gelehrt wurde und in Folge der Handelsbeziehungen nach Okinawa kam. Heute ist nicht mehr feststellbar, wie weit die heutige Bassai Dai noch ihrem alten Ursprung entspricht.
    Bassai Dai gehört zur Gruppe der Shorin-Kata, deren Trainingszweck es ist, die Schnelligkeit des Karateka zu verbessern. Hauptmerkmal der Kata ist, dass die einzelnen Techniken sehr schnell und kraftvoll ausgeübt werden. Sie enthält viele defensive Block- und Hebeltechniken und vergleichsweise wenige Beintechniken. Mit rund 40 Einzeltechniken ist Bassai Dai eine der längeren Katas. Trotzdem ist sie eine der Katas, die sowohl im Dōjō als auch auf Wettkämpfen sehr häufig ausgeführt werden.
    Im Shotokan-Stil werden zwei Varianten der Bassai geübt: die Bassai Dai und die Bassai Sho. Das Suffix "dai" bedeutet "groß", und kennzeichnet somit die große Variante der Bassai, während das Suffix "sho" "klein" bedeutet und eine kleinere Variante der Bassai bezeichnen will. Bemerkenswert zur Bassai-Sho ist eine Entwaffnungstechnik gegen einen vertikalen Stockangriff, denn Entwaffnungstechniken kommen nicht in jeder Kata vor. Es sind folgende Varianten bekannt, die in verschiedenen Karate-Stilrichtungen gelehrt und in der Regel nach ihren Meistern benannt werden.
  10. Kanku-dai

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  11. Empi

    Sappushi Wanshu kam 1683 als einer der ersten Chinesen nach Okinawa (Tomari). Er lehrte eine Karate-Kata, die nach seinem Namen benannt wurde (Wanshu). Es wird davon ausgegangen, dass der Tode-Meister Sanaeda für dessen Verbreitung auf Okinawa sorgte. Der ursprüngliche chinesische Name war Kuan Yin Yang Pao Lit. Die alte Wanshu existierte nur in der Tomari-Gegend.
    Diese Tatsache wird auch durch Gichin Funakoshi in seinem ersten Buch Ryu Kyu Kempo Karate bestätigt. Durch die Matsumura- und Itosu-Schule (Shuri) gelangte sie in den Shotokan-Zweig.
    Empi bedeutet Flug der Schwalbe und war eine Namensgebung von Funakoshi Sensei in den 1930er Jahren als er alle chinesischen Kanji aus politischen Gründen änderte. Der Name bezieht sich auf das Embusen (Schrittdiagramm), da hier sehr viele abrupte Richtungswechsel mit einer ständigen Hüftverlagerung gefordert sind. Artverwandt einer Schwalbe, welche die Flughöhe sowie die Richtung im Flug schlagartig und permanent ändert. Dieses mühelos erscheinende Flugverhalten soll als Beispiel für die Ausübung der Kata dienen.
  12. Jion

    Jion ist der Name einer Karate-Kata und bedeutet Shaolin oder Liebe und Güte. Sie gehört durch die phonetische Silbe "Ji" zur selben Gruppe wie Jiin und Jitte.
    Die Kata hat ihren Ursprung aus China und wurde von der Tomari-Region auf Okinawa ausgehend verbreitet. Man verbindet sie mit den Künsten des Shaolin weil,die zweite Bereitschaftsstellung der Jion identisch mit dem Gruß der Shaolin ist. Die Bezeichnung der Jion ist gleich der Shaolin, daher vermutet man das diese Kata ihren Ursprung dort haben könnte.(Ist aber leider nicht belegbar)
    Diese typische Shotokan Kata hat Meister Gusukuma (Meister Azatos) als Schöpfer. Sie ist eine der höheren Grundkata von mittlerer Schwierigkeit, muss zum 1. Dan beherrscht werden und besteht aus 46 Bewegungen.
    Lernziel sind ruhige Bewegungen, die in ihrer Sanftheit Buddha entsprechen, aber im Inneren voll von geistiger Energie sind sowie elegant auch in Wendung und Wechsel. Ihre übung vermittelt die vollkommene Harmonie in der Bewegung, das Gleichgewicht des Geistes und führt zu einem direkten, wirkungsvollen Kampfstil. Typisch sind Yori Ashi und Drehung (Manji uke) mit Folgeabwehr in oberer, mittlerer und unterer Stufe. Sie sollte in einer Zeit von zirka 60 Sekunden ausgeführt werden.
  13. Hangetsu

    Hangetsu (Halbmond) ist eine Kata (ein stilisierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner) im Karate der Stilrichtung Shōtōkan, die aus 41 Einzeltechniken besteht.
    Die Kata wurde aus dem okinawanischen Naha-Te übernommen, wo sie unter dem sino-japanischen Namen Seisan aus China stammend praktiziert wurde.
    Den Namen Hangetsu, also Halbmond, erhielt sie vom Stilrichtungsbegründer Funakoshi Gichin, der mit dem Namen auf die gleichnamige Stellung der Füße hinweist, der in der Kata eine zentrale Rolle zukommt. Dabei werden die Füße circa 45 Grad nach innen gedreht und die Knie bei gleichzeitiger Außenspannung der Beinmuskulatur leicht nach innen gekippt. In dieser Schrittstellung Hangetsu-dachi (Halbmondstand) bewegt man sich vorwärts, in dem ein Fuß eine halbmondförmige Bewegung beschreibt.
    Eine mit Hangetsu vergleichbare Kata wird unter dem ursprünglichen chinesischen Namen Seisan in den Stilen Wado-Ryu und Shito-Ryu gelehrt.
  14. Jitte

    Jitte oder auch Jutte (Zehn Hände) ist eine Kata, d.h. einen stilisierten Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, in der japanischen Kampfkunst Karatedō. Geübt wird diese Kata in den Stilen Shōtōkan und Shōtōkai, welche beide auf Funakoshi Gichin zurückzuführen sind.
    Der Begriff Jitte bezeichnet außerdem eine japanische Variante des Sai, einer gabelförmigen aus China stammenden Waffe, die zum Bereich des aus Okinawa stammenden Kobudō zählt. Die Jutte wird auch im Bujinkan Budo verwendet.
  15. Gankaku

    Gankaku (Kranich auf dem Felsen) oder älter Chintō ist eine Kata, d. h. ein stilisierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, in der japanischen Kampfkunst Karatedō. Gelehrt wird sie unter dem Namen Gankaku im Shōtōkan-Stil, während die Stile Shōrin-, Wadō- und Shitōryū die ursprüngliche Bezeichnung Chintō beibehalten haben.
  16. Bassai-shô

    Bassai Dai (Passai, Patsai) ist der Name einer Karate-Kata. Sie gilt im Karate als eine der ältesten Kata. Bassai heißt übersetzt "die Mauer zerstören" oder "Erstürme die Festung". Dementsprechend kraftvoll soll auch die Kata vorgeführt werden. Sie lässt sich auf die okinawanischen Tōde-Katas zurückführen. Man geht davon aus, dass sie in ihrer Urform bereits im späten 13. Jahrhundert durch chinesische Meister gelehrt wurde und in Folge der Handelsbeziehungen nach Okinawa kam. Heute ist nicht mehr feststellbar, wie weit die heutige Bassai Dai noch ihrem alten Ursprung entspricht.
    Bassai Dai gehört zur Gruppe der Shorin-Kata, deren Trainingszweck es ist, die Schnelligkeit des Karateka zu verbessern. Hauptmerkmal der Kata ist, dass die einzelnen Techniken sehr schnell und kraftvoll ausgeübt werden. Sie enthält viele defensive Block- und Hebeltechniken und vergleichsweise wenige Beintechniken. Mit rund 40 Einzeltechniken ist Bassai Dai eine der längeren Katas. Trotzdem ist sie eine der Katas, die sowohl im Dōjō als auch auf Wettkämpfen sehr häufig ausgeführt werden.
    Im Shotokan-Stil werden zwei Varianten der Bassai geübt: die Bassai Dai und die Bassai Sho. Das Suffix "dai" bedeutet "groß", und kennzeichnet somit die große Variante der Bassai, während das Suffix "sho" "klein" bedeutet und eine kleinere Variante der Bassai bezeichnen will. Bemerkenswert zur Bassai-Sho ist eine Entwaffnungstechnik gegen einen vertikalen Stockangriff, denn Entwaffnungstechniken kommen nicht in jeder Kata vor. Es sind folgende Varianten bekannt, die in verschiedenen Karate-Stilrichtungen gelehrt und in der Regel nach ihren Meistern benannt werden.
  17. Kanku-shô

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  18. Ji'in

    Ji'in (Liebe und Schatten, Mitgefühl und Unterstützung), auch transskribiert als Jiin, ist eine Kata im Karate. Häufig wird sie auch als vergessene Kata bezeichnet: Obwohl sie zum Kanon der 26 Shōtōkan Kata gehört, wird sie heute nur selten in Wettkämpfen gezeigt und immer seltener gelehrt.
  19. Sochin

    Sochin ist der Name einer Kata im Karate. Die Kata entstammt ursprünglich der Aragaki-Schule (Naha-Te), wurde jedoch im Laufe der Zeit oft geändert, so dass es heute verschiedene Versionen gibt. Der Name der Kata bedeutet "Stärke und Ruhe" oder (seltener) "Krieg und Frieden". Der Name impliziert bereits die ruhigen und kraftvoll, dynamischen Techniken.
    In der Aragaki-Version der Sochin werden die Bewegungen meist aus der Stellung Sanchin-Dachi heraus ausgeführt.
    Die Shotokan-Version der Sochin wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts von Yoshitaka Funakoshi entwickelt und hat mit der Aragaki-Sochin nicht mehr viel gemeinsam. Der Stand ist hier meistens Sochin-Dachi (gelegentlich auch als Fudo-Dachi bezeichnet), eine Kraftstellung zwischen Zenkusu-Dachi und Kiba Dachi. Die Shotokan-Variante der Sochin ist sehr expressiv für typische Shotokan-Prinzipien.
    Besonders der Mittelteil der Kata (Mikazuki-Geri Jodan aus der Drehbewegung) erfordert ein sehr gutes Gleichgewichtsgefühl. Durch die allgemein sehr tiefen und kraftvollen Stellungen wirkt Sochin sehr stark und trainiert besonders die Beinmuskulatur.
    Der Legende nach soll die Kata Sochin auch "Die Kata des Alten Mannes" sein: Ein alter Mann lud einst Funakoshi Gichin ein, doch Meister Funakoshi war zu der Zeit beschäftigt, also schickt er seinen Sohn Gigo nach Okinawa. Der alte Mann war hocherfreut ob Gigos Besuch, verschloss Türen und Fensterläden, sodass niemand von außen in sein Haus hineinsehen konnte. Nachdem der alte Mann Gigo die Kata gelehrt hatte, sagte er:"Jetzt kann ich in Frieden sterben".
  20. Meikyo

    Meikyo (klarer Spiegel) ist eine Kata aus dem Shōtōkan-Karate. Der ursprüngliche Name der Meikyo war Rohai; unter diesem Namen wird die ältere Variante der Kata heute noch im Wado-Ryū geübt.
  21. Chinte

    Chinte (Seltene Hand) ist eine Kata, d. h. ein stilisierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, in der japanischen Kampfkunst Karatedō. Geübt wird diese Kata sowohl in den Stilen Shōtōkan, Shōtōkai, als auch im Shitō-ryū und Shōrin-ryū.
  22. Nijûshiô

    Nijūshiho (24 Schritte), auch Niseshi, ist eine Karate-Kata die im Shōtōkan und Shitō-Ryū praktiziert wird. Nijūshiho ist eine Kata der Niigaki-Schule, deren Ursprünge im chinesischen Baihequan (Weißer-Kranich-Stil) liegen. Sie wurde vom Kampfkunstmeister Aragaki Seisho, der in seiner Funktion als übersetzer für Chinesische Sprache des Ryukyu-Hofes oft nach China reiste, nach Okinawa gebracht. Diese anspruchsvolle Kata ist vor allem durch fließende Bewegungen und ein ungewöhnliches Schrittmuster geprägt.
  23. Wankan

    Wankan (japanisch für Königskrone) ist eine Kata - also ein stilisierter Kampf gegen imaginäre Gegner - im Karate. Sie wurde von Yoshitaka Funakoshi ins Shotokan-Karate eingeführt und ist mit 16 Bewegungen die kürzeste Kata dieser Stilrichtung.
    Ihr Ursprung liegt im Tomari-Te (Shō rei-Schule), einem Vorläufer des modernen Karate aus dem 19. Jahrhundert. Gichin Funakoshi nannte sie Matsukaze (松風, "Pinienwind") sowie Hito (飛雲, "fliegende Wolke"). In dieser Kata wird nur ein Kiai gesetzt. Als besondere oder königliche Technik gilt Koku Uke (虎口受け, "Tigermaulabwehr"), die in einem Kniehebelwurf endet. Wankan wird im Shōrin-ryū, Shotokai, Shotokan, und Matsubayashi-Ryū geübt.
  24. Gojushio-shô

    Die Gojūshiho Dai (Große [Kata der] 54 Schritte) ist, wie ihr "kleiner" Verwandter, die Gojūshiho Shō, eine fortgeschrittene Meisterkata der Kampfkunst Karate.
    Sie ist noch etwas anspruchsvoller als die kleine Variante, denn sie enthält neben den schon komplizierten Techniken der Shō weitere Techniken, wie zum Beispiel Keito-Uke und Washite Otoshi Uchi, die mit der offenen Hand ausgeführt werden und deswegen eine sehr große Spannung benötigen um ihre gesamte Wirkung zu entfalten.
    Bevor Funakoshi sie umbenannte, hieß sie Hotaku ("Spechtklopfen"), da die Bewegungen den Klopfbewegungen eines Spechtes ähneln.
    Die Gojūshiho Dai belastet und trainiert mit dem Stand Nekoashi dachi (Katzenfußstellung) besonders das linke Bein, im Gegensatz zur Gojūshiho Shō.
  25. Gojushio-dai

    Die Gojūshiho Dai (Große [Kata der] 54 Schritte) ist, wie ihr "kleiner" Verwandter, die Gojūshiho Shō, eine fortgeschrittene Meisterkata der Kampfkunst Karate.
    Sie ist noch etwas anspruchsvoller als die kleine Variante, denn sie enthält neben den schon komplizierten Techniken der Shō weitere Techniken, wie zum Beispiel Keito-Uke und Washite Otoshi Uchi, die mit der offenen Hand ausgeführt werden und deswegen eine sehr große Spannung benötigen um ihre gesamte Wirkung zu entfalten.
    Bevor Funakoshi sie umbenannte, hieß sie Hotaku ("Spechtklopfen"), da die Bewegungen den Klopfbewegungen eines Spechtes ähneln.
    Die Gojūshiho Dai belastet und trainiert mit dem Stand Nekoashi dachi (Katzenfußstellung) besonders das linke Bein, im Gegensatz zur Gojūshiho Shō.
  26. Unsu

    Unsu (dt. Wolkenhand) ist eine Kata, d. h. ein stilisierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, in der japanischen Kampfkunst Karatedō. Gelehrt wird sie sowohl in der Stilrichtung Shōtōkan, als auch im Shitō- und Shōrei-ryū, wobei im Shitō-ryū meist die Bezeichnung Unshu verwendet wird.
    In der auf Funakoshi Gichin zurückgehenden Stilrichtung Shōtōkan ist Unsu die höchstentwickelte Kata. Ihren Weg in diese Stile fand die Kata über Mabuni Kenwa, ein Freund Funakoshis, der ihn die Variante seines Shitō-ryū lehrte. Die Kata wurde dann von Funakoshi an seinen Stil angepasst und gilt seitdem, obwohl sie mit 90 Sekunden Dauer nicht die längste Kata dieser Stile ist, als die Schwierigste. Diese "Einstufung" ist unter anderem dem 360°-Sprung mit eingebauten Mikazuki tobi geri (Halbmondtritt im Sprung) und Ushiro tobi geri (Tritt im Sprung nach hinten) vor der Landung zu verdanken, jedoch auch den anderen Feinheiten der 68 Techniken.
    Normalerweise darf diese Kata ausschließlich von Meistern(Dan-Trägern) oder angehenden Dan-Trägern(Braungurt; 3-1 Kyu) trainiert werden.

 

Quelle: www.wikipedia.de

PDF-Quelle: Titel:
Shôtôkan-Kata bis zum Schwarzgurt (Band 1),
Autor: Fiore Tartaglia,
ISBN-13: 978-3-9809081-0-8